Pfingstmontag
ist Mühlentag!

Seit
1993 findet alljährlich am Pfingstmontag das große Mühlenfest statt.
Mit
der Hilfe vieler fleißiger und freiwilliger Helfer wird ein interessantes
Programm mit vielen Aktivitäten rund um die Rantzauer Wassermühle präsentiert:
Live-Musik & Bewirtung
Alte
originale Mühlentechnik live, Mühlenfilme nonstop,
Mahltechnik
für Kinder - vom steinzeitlichen Reibestein über Handmühle aus Stein
zur Haferflockenquetsche und Mühlen mit Handkurbel – Alles zum Selbstprobieren.
Märchenvorlesung
am Wasserrad im gemütlichen Silokeller.
Mini-Trecker
Rundfahrten, das Glücksrad mit echten Schornsteinfegern, Wasserspiele
mit Mini-Wasserrad,
Mühlenmodelle
vermahlen Getreide zu Backschrot und zeigen die Siebeinrichtung mit
dem Ergebnis Mehl, Grieß, Kleie.
Vollwert-Bäckerei
Effenberger aus Hamburg backt frisches Brot mit mobilem Backofen.

Das erste Wasserrad hat eine Gusseisenwelle,
vermutlich 1813 von Firma Jepsen in Flensburg hergestellt, Gewicht:
4 Tonnen. Raddurchmesser 2,5m, Breite 2,4m. 28 Schaufeln, VA nicht
rostender Stahl, Gewicht: 1,8 to. Es treibt den Mahlgang (Mahlsteine Ø 1,4
m) im ersten Stock der Mühle an.
Das
zweite Wasserrad hat eine Stahlwelle, Außendurchmesser 2,65m, Breite
2,4m, 32 Schaufeln, VA nicht rostender Stahl. Gesamtgewicht ca. 4 Tonnen.
Es treibt über eine „Zwischenwelle“ einen modernen Permanent
Magnetgenerator für die Stromerzeugung an (Eigenbedarf Heizung).
Der
urige Mühlenkeller bietet hinter großen Glasscheiben den Besuchern
einen interessanten Einblick in die alte und neue Mühlentechnik.

Chronik
1140 Erstmalige urkundliche Erwähnung des Mühlenstandortes gegenüber
der Schloß-Burg der Ritter von Barmstede.
1582 wurde die Rantzauer Wassermühle erstmals namentlich erwähnt.
1863 Alte Mühle (ca. 30 Jahre) wird abgerissen, an gleicher Stelle
wieder aufgebaut. Im Baugrund werden Fundamente gefunden von zwei vorher
dort gestandenen Mühlen. Zwei Wasserräder anfangs unterschlächtig,
wenig später umgebaut auf oberschlächtig. Die Rantzauer Wassermühle
ist die einzige in Schleswig-Holstein mit zwei hintereinander laufenden
Rädern.
1900 Dietrich Mohr (aus Horst Holst.) erwirbt die Mühle von den
zwei Brüdern Bornhold.
1903 Eine Dampfmaschine wird eingebaut, um vom Wasser unabhängig
zu sein.
1917 Die hölzerne Wasserzuführug zu den Rädern droht einzustürzen:
Neubau in Backstein.
1923 Silo wird gebaut, der gesamte mechanische Ablauf wird durch
die Wasserräder angetrieben.
1934-37 Der Reichsarbeitsdienst hebt den Rantzauer See aus. Der Wassermüller
hat Wasserreserven für die Arbeit. „Fremdenverkehr“ wird als Hauptentstehungsgrund
genannt.
1942 Die Mühle brennt aus. Ursache ist Überhitzung durch Tag- und
Nachtarbeit. Sofortiger Wiederaufbau ohne techn. Neuerungen oder Veränderungen.
1945 Krieg endet direkt vor Ortseingang. Mühlenkrise und Mühlensterben
beginnt.
1953 Die Mühle wird nach Tod des Müllers an 2. Mühle Abel in Barmstedt
verpachtet (bis 1978).
1962 In der Nacht der Sturmflut fallen zwei Bäume auf die mittlere
Fachwerkscheune von 1813. Es folgt der Abriss.
1969
1970 Fachwerkscheune an der Schleuse wird abgerissen wegen Baufälligigkeit.
1976 Annelie und Reimer Mohr eröffnen die „Rantzauer Schleusenscheune“,
Verkauf von Kunsthandwerk.
1978 „Rantzauer Töpferbedarf“ im Mühlengebäude.
1981 Schleusenanlage wird komplett neu gebaut. Wasserstandsregelung
soll automatisch erfolgen - Der geplante Flughafen in Kaltenkirchen
wollte Oberflächenwasser in die Krückau ableiten. Fischtreppe soll Fischen das Erreichen der
Laichgebiete ermöglichen.
1986 Silo wird umgebaut, Boutique „Klipp Klapp“ zieht ein.
1989 Einweihung der neu gebauten Wasserführung (Bongossiholz) und
zwei neuer Wasserräder: Das erste Rad das zweite einen Stromgenerator
für Heizung.
Kontakt:
Familie Mohr
Rantzau 14, Barmstedt
Tel.: 04123 / 2983
Die
Rantzauer Wassermühle
An der Krückau in Barmstedt
Wasserrad-Webcam: